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Klassische Massage


Die klassische Massage ist die wohl bekannteste und am häufigsten angewendete Methode, die sich verschiedenster Grifftechniken, beispielsweise Streichungen, Knetungen, Friktionen, Vibrationen oder Zirkelungen bedient. Diese Berührungen haben zum einen eine direkte lokale Wirkung, indem sie die Durchblutung und den Stoffwechsel steigern, den venösen Rückfluss fördern sowie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen, wodurch Schmerzen beseitigt werden. Zum anderen übt die Massage einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus und fördert über die Ausschüttung von „Glückshormonen“ eine allgemeine Entspannung und ein besseres Wohlbefinden. Zu den Indikationen der klassischen Massage zählen:

  • Muskelverspannungen und -verhärtungen
  • Narbenbildung
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie etwa Wirbelsäulensyndrome
  • Posttraumatische Veränderungen des muskuloskeletalen Systems
  • Chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder Rückenschmerzen
  • Schmerzen durch Fehlhaltungen und muskulären Dysbalancen
  • Durchblutungsstörungen
  • Stress
Um ihre positiven Effekte voll entfalten zu können, werden Massageanwendungen zu Behandlungsbeginn als Serie von 6-10 Anwendungen mit einer Häufigkeit von 2-3 Massagen pro Woche empfohlen.




Sportmassage


Die Sportmassage nutzt diverse Techniken der klassischen Massage, die jedoch oftmals durch eine intensivere Druckgestaltung die tiefer gelegenen Muskelschichten und Faszien erreichen sollen. Ergänzend werden Dehnungen, Querfriktionen oder Triggerpunktbehandlungen eingesetzt, um den individuellen Ansprüchen des jeweiligen Sports an den Körper gerecht zu werden. Das primäre Ziel der Sportmassage ist Athleten und Freizeitsportlern gleichermaßen eine schnelle Rückkehr in ihren Sport zu ermöglichen, optimale Leistungsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen und das Verletzungspotential zu verringern indem Muskeln und Bindegewebe geschmeidig gehalten werden und Gelenksblockaden gelöst. Vor Wettkämpfen angewandt, verbessert sie Durchblutung, Flexibilität und Adaptivität von Muskeln und Gewebe sowie mentalen Fokus für maximales Leistungsvermögen und kann so den Aufwärmprozess ergänzen. Als sogenannte Post-Event Anwendung dient sie der Reduktion oder Normalisierung des Muskeltonus, dem schnelleren Abtransport von Stoffwechselendprodukten, der Reduktion von Gewebsverklebungen sowie der Vermeidung von Verkürzungen. Dies erlaubt eine schnellere Erholung und damit verbunden eine zügigere Rückkehr zum Trainingsprozess ohne die übliche Steifheit oder muskuläre Schmerzsymptomatik. Auch gilt es potentielle Verletzungen oder medizinische Notfälle wie beispielsweise Hypothermie oder Hitzeschock frühzeitig zu erkennen, um prompte Behandlung einleiten zu können.




Manuelle Lymphdrainage


Die manuelle Lymphdrainage stellt eine Sonderform der medizinischen Massage dar, wodurch angestaute Flüssigkeit im Gewebe (Lymphe) zum Abfluss angeregt werden soll. Sie wurde Anfang der 1930er vom Dänen Dr. Emil Vodder erfunden, kam aber erst in den 60er Jahren nach Deutschland. Aufgrund seiner entstauenden, beruhigenden, schmerzlindernden und immunologischen Wirkungen, wird diese Technik wird v.a. bei verletzungs- oder operationsbedingten Schwellungen oder durch Fehlbildungen des Lymphsystems verursachten Ödemen sowie zur Stressreduktion, bei Schmerzzuständen und Stärkung des Immunsystems angewandt.